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Rembetiko Einleitung

Hier bist du auf der „non commercial" homepage des Rembetiko.

Ein Versuch den Dank an viele herrliche Tage und Nächte mit griechischer Musik und Rembetiko abzustatten. (Seit 1964 immer wieder in GR, vorher auch im Cafe Hellas und im Cafe Akropolis in Neuss).

OLI I REMBETES TU DUNJA!

POU SUNE STO KURMBETI....

 

Um zu erklären, was Rembetiko ist, bedarf es einiger Worte, man kann es sich nicht einfach machen und sagen: Griechischer Blues.

Obwohl das nicht ganz falsch wäre, was die Gemütslage angeht, dagegen spricht die Rhythmik, sehr oft 9/8, der Sembekiko, oder Sebek genannt wird.

Er ist nicht Schlagermusik, die wir als „Skilardiko" bezeichnen. (Hundemusik)

Gleichwohl kann er zum Schlager werden. (Ein Beispiel: Frankosiriani)

Er ist nicht Volksmusik, Folklore, gleichwohl kann er die Züge dieser Musik tragen. (Dimotiki)

Beispiel: Xekinai mia psaropoula, ein 2/4 Rembetiko, schon gar kein 7/8 (Kalamatianos), wie er sogar in GR gelegentlich verhunzt wird.

Er ist nicht Kunstlied (Laiko) per se, doch er ist in der Regel künstlichen Ursprungs.

Vielleicht hat er von allem etwas.

Rembetiko ist, wenn ein alter Mann mit Hut, Zigarette im Mund (GR hat EU -weit prozentual die meisten Raucher), zur Musik aufsteht, sich unnachahmlich den imaginären Kniff in der Hose leicht hochzieht, und den „kreisenden Adler" tanzt, möglichst von einem vor ihm hockenden, den Rhythmus klatschenden Teil der Parea begleitet.

Aber er ist die Musik der Exilanten, hauptsächlich in den größeren Städten, nach dem „Bevölkerungsaustausch" 1922 in Nordgriechenland und Kleinasien, in Folge der Ergebnisse des I. Weltkriegs, die den Rembetiko ins Mutterland Griechenland mit den Vertriebenen brachten.

Er ist die Musik der „Mangas": Lumpenproleten, Kleinkriminellen, der Entwurzelten, Kiffer, Hoffnungslosen, Kutuki - und Cafehausbesucher, (und vieler Intellektueller und Liebhaber, mittlerweile in allen Schichten).

Costas Ferris hat ihnen und sich mit dem Film „Rembetiko" ein Denkmal gesetzt.

(Die bekannteste CD: „Fünf Griechen in der Hölle" mit Musik aus dem Film)

Sehr lange war diese Musik verpönt, ja verboten, (besonders durch die Obristen der Junta Ende der 60er).

Seinen Kindern, insbesondere Töchtern, empfahl man sich fernzuhalten von diesen Leuten.

Selbst heute ist sie nicht die Musik der Elaborierten, wenngleich junge Intellektuelle diese Musik für sich entdeckt haben, ihr haftet noch der alte Ruch des Unbotmäßigen, ja des Widerstandes und der Anarchie an, obwohl die Texte meistens sehr neutral vom Alltag handeln, von unglücklicher Liebe, seltener von Konflikten mit der Obrigkeit. Von Polizei dann, dem Knast, („pente chronia dikasmeno"), und dem Zoll, und dem Dampferchen aus Persien, dessen Ladung alle Rembeten hinterher weinen. („To vapori ap`tin persia").

Was wird es schon geladen haben, das Dampferchen?

Ein recht gutes Buch mit repräsentativen Beispielen der Griechischen Musik, der neueren, hat Klaus Eckhardt gemacht!

Mit Lautschrift und griechischer Originalschrift, Noten, Übersetzungen und Hinweisen. „So singt Griechenland", erschienen bei Romiosini, Köln. Ein Kapitel ist dem Rembetiko gewidmet.

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